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Neues Museum, Museumsinsel (Unesco-Weltkulturerbe)

Berlin
Neues Museum, Museumsinsel

LEISTUNGSUMFANG


  • Thermische und hygrische Bauphysik

  • Raumklimatische Langzeitmessungen

  • Bauschadensanalytik

  • Wärmeschutznachweis

  • Simulationsberechnungen

  • Wärmebrückenberechnung

  • Abdichtungsberatung

  • WU-Betonberatung

  • Bauphysikalische Detailberatung

  • Bauakustik

  • Raumakustik

  • Schalltechnische Messungen

  • Beratungs- und Begutachtungsleistungen

  • Schallmessungen

AUFTRAGGEBER


Stiftung Preußischer Kulturbesitz
über
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin

PLANUNGSZEIT


1999 – 2006

 

BAUBEGINN


2003

 

FERTIGSTELLUNG


2009

 

BAUSUMME


ca. 200 Mio. EUR

ARCHITEKT


David Chipperfield Architects
Gesellschaft von Architekten mbH
Joachimstraße 11
10119 Berlin

Friedrich August Stüler errichtete das Neue Museum im Zeitraum von 1841 bis 1855. Im 2. Weltkrieg stark beschädigt, erfolgten seit 1985 zahlreiche Sicherungsmaßnahmen des 1999 zum Weltkulturerbe ernannten Gebäudes. 1987 begann die Planung des Wiederaufbaus und der Restaurierung durch David Chipperfield auf Grundlage der ICOMOS-Charta von Venedig. Der Wiederaufbau von 1999 – 2009 umfasste die bauliche und restauratorische Wiederherstellung der Kriegsruine und deren Ergänzung durch Neubauteile. Die noch vorhandene historische Bausubstanz wurde gesichert, konserviert und, wo erforderlich, restauriert. Klimatisierung und konservatorisch geeignete Tages- und Kunstlichtplanung für die Ausstellungsbereiche wurden entsprechend den heutigen Anforderungen an eine museale Nutzung umgesetzt.

 

Das Büro Rahn erbrachte umfangreiche Leistungen zur Bestandssicherung und neuer Nutzung. Von der thermischen Bauphysik über die Abdichtungsplanung und Simulationsberechnungen sowie den Wärmeschutz bis zur Bau- und Raumakustik waren wir für das Bundesamt für Bauwesen und Raum­ordnung tätig.

 

Sämtliche bauphysikalischen Beratungsleistungen erfolgten unter Beachtung der raumklimatischen Nutzeranforderungen zur Sicherung des Ausstellungsguts, wobei auch die denkmalpflegerischen Anforderungen an das Gebäude selbst berücksichtigt wurden. Für die Ergänzungsbauten (Neubau­bereich) wurden die Wärmeschutznachweise gemäß der geltenden baurechtlichen Vorschriften geführt. Insbesondere durch Wärmebrückenberechnungen wurde die Anschlusssituation im Bereich von Fenstern und der Glasdachkonstruktion optimiert. Ferner erfolgten für die Glasdächer des Griechischen und Ägyptischen Hofes raumklimatische Simulationsberechnungen, um Tauwasser auszuschließen.

 

Ferner wurden sowohl Bestandsdecken als auch Neubaudecken hinsichtlich der unterschiedlichen Nutzungen aus bauakustischer Sicht beraten; Zielstellung hierbei war die Gewährleistung der entsprechenden Schallschutzkriterien. Für ausgewählte Raumbereiche mit hohem Besucherverkehr wurden im Weiteren raumakustische Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.